Dokumentation des HIV-Tests im Mutterpass

Praxistipps für Arztpraxen und Kliniken, Qualitätsmanagement 21.11.2016

HIV-Test bei Schwangeren: So sehen die Dokumentationspflichten aus

Bis vor kurzem war die Durchführung eines HIV-Tests für Schwangere optional, lediglich die Beratung musste im Mutterpass dokumentiert werden. Dies hat sich nun geändert - denn ab sofort muss Ihr Chef im Mutterpass dokumentieren, ob ein HIV-Test durchgeführt wurde oder nicht. Das hat der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) am 20.08.2015 festgelegt, der Beschluss ist am 10.11.2015 in Kraft getreten. Die Dokumentation über die stattgefundene Beratung allein reicht nicht mehr aus. Das Testergebnis darf aber weiterhin nicht im Mutterpass eingetragen werden. Die Mutterpässe werden entsprechend angepasst.

Hintergrund der Änderung

Durch eine rechtzeitige Behandlung einer HIV-Infektion in der Schwangerschaft lässt sich die Übertragung auf das Kind verhindern. Daher sollen alle Schwangeren über den HIV-Test beraten werden, und durch die ergänzte Dokumentation im Mutterpass soll sichergestellt werden, dass ein von der Schwangeren gewünschter Test nicht unbeabsichtigt vergessen wird. Alle an der medizinischen Schwangerenbetreuung Beteiligten werden so auch darüber informiert, ob der Test stattgefunden hat.

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