GOÄ-Ziffer 5373 für Ultraschall-Screening bei Zwilllingen berechnen

Praxistipps für Arztpraxen und Kliniken, GOÄ Abrechnung 19.09.2018

GOÄ-Ziffer 5373 für Ultraschall-Screening bei Zwilllingen berechnen


Ihre Frage: Ich führe eine gynäkologische Praxis in Hannover und habe jetzt bei einer Privatpatientin, bei der eine Geminischwangerschaft vorliegt, das Ultraschall-Screening im 2. Trimenon durchgeführt. Für diesen Ultraschall setze ich die von Ihnen empfohlene GOÄ-Ziffer 5373 analog an. Im EBM darf ich die dafür vorgesehene EBM-Ziffer 01771 bei einer Geminischwangerschaft zweimal abrechnen. Ist das bei der GOÄ mit der GOÄ-Ziffer 5373 analog auch möglich?

Antwort: Die Empfehlung, die GOÄ 5373 analog für das Ultraschall-Screening im 2. Trimenon anzusetzen, wurde in 2013 vom Ihrem Bundesverband in Absprache mit der Bundesärztekammer empfohlen. Leider haben sich weder Ihr Berufsverband noch die Bundesärztekammer bisher dazu geäußert, wie bei Mehrlingsschwangerschaften vorzugehen ist. Deshalb können wir nur vergleichen, wie bei anderen weiterführenden Ultraschalluntersuchungen vorgegangen wird. Am besten eignet sich dazu ein Blick ins Analog-Verzeichnis der BÄK. Am besten vergleichbar ist die Leistung mit der GOÄ-Ziffer A 1006 (analog der GOÄ-Ziffer 5373), die für gezielte weiterführende Untersuchungen bei Verdacht auf pathologische Befunde empfohlen wird. Bei dieser Ziffer dürfen Sie bei Mehrlingsschwangerschaften die Ziffer entsprechend der Anzahl der Mehrlinge berechnen. Dies wird auch im Kommentar Brück bestätigt.

 

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