Kostenvoranschlag in der Position "Eventualitäten" aufführen

Praxistipps für Zahnarztpraxen, Praxismanagement 21.02.2018

Kostenvoranschlag in der Position "Eventualitäten" aufführen - das gilt

Ihre Frage: Ich habe von einer Kollegin erfahren, dass sie grundsätzlich in den Kostenvoranschlägen einen Pauschalbetrag für eventuelle Behandlungen mit einfügt. So wird der Betrag in der endgültigen Rechnung nie überschritten. Ist das erlaubt und wie mache ich das?

Meine Antwort: Ja, die Vorgehensweise Ihrer Kollegin ist zulässig und sinnvoll. Es gibt zwar auch andere Möglichkeiten vorzubeugen, wenn Sie damit rechnen, dass zu einer geplanten Behandlung oder einem neuen Zahnersatz noch zusätzliche Leistungen hinzukommen werden. Viele Zahnärzte planen dann entsprechende Gebührenpositionen, die in der Abrechnung nicht den Tatsachen entsprechen und durch andere Positionen ersetzt werden müssen. Andere Praxen wiederum klären den Patienten auf, dass eventuell noch unvorhersehbare Leistungen hinzukommen können. Mit dem Pauschalbetrag können Sie diesen Stress vermeiden. Legen Sie sich dazu in Ihrem PC eine Position an, die Sie „Eventualitäten“ oder „zusätzliche unvorhersehbare Behandlungen“ nennen. Kalkulieren Sie einen Pauschalbetrag ein. Dieser kann – je nach Versorgungsart – zwischen 10 % (z. B. bei konservierend-chirurgischen Leistungen) und 25 % (bei ZE-Versorgungen) liegen. Somit sichern Sie sich ab und halten immer einen gewissen „Puffer“ bereit. So vermeiden Sie heftige Diskussionen im Anschluss an die Behandlung und haben dieselbe Sicherheit wie Ihre Kollegin.

 

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