Patienten, die die IGeL ablehnen

Praxistipps für Arztpraxen und Kliniken, Qualitätsmanagement 16.10.2018

Patienten, die die IGeL ablehnen

Ihre Frage: Ich arbeite in einer Frauenarztpraxis. Wir bieten unseren Patientinnen präventive Leistungen, die die Kassen nicht übernehmen, als IGeL an. Dies wird insgesamt zwar gut angenommen, aber einige unserer Patientinnen reagieren ablehnend, manchmal sogar wütend. Können Sie mir ein paar Tipps geben, wie ich diese Patientinnen beruhige und sie davon überzeuge, unsere IGeL in Anspruch zu nehmen?

Antwort: Das A und O für erfolgreiche „IGeL-Gespräche“: Sie müssen von Ihren Angeboten selbst überzeugt sein. Kritischen Patientinnen sollten Sie ruhig begegnen, alle ihre Fragen beantworten, stets sachlich bleiben und nicht ablehnend reagieren. Dabei spielt nicht nur Ihre Wortwahl eine Rolle.

Vermeiden Sie Formulierungen wie:

  • Das sehe ich vollkommen anders.
  • Da haben Sie unrecht.

Da haben Sie unrecht. Reagieren Sie auf Einwände mit Verständnis, z. B.:

  • Sie haben recht, nur ...
  • Ich kann Sie gut verstehen, aber ...
  • Ich kann Ihre Meinung sehr gut nachvollziehen. Haben Sie auch .... berücksichtigt?
  • Meiner Erfahrung nach ist bei ....

So entkräften Sie „zu teuer“:

  • Natürlich kann ich nachvollziehen, dass Sie den Preis für diese Vorsorgeleistung recht hoch finden. Betrachten Sie jedoch auch die langfristigen Vorteile dieser Untersuchung ...

 

Weitere Hilfestellungen für Ihren Berufsalltag finden Sie in Ihrem  Fachinformationsdienst „MFA konkret.

 Beitrag drucken

« zurück