Private Altersvorsorge unterstützen

Praxistipps für Arztpraxen und Kliniken, Praxismanagement 03.08.2018

Unterstützung privater Altersvorsorge durch den Chef

Ihre Frage: „Ab dem nächsten Jahr möchte uns unser Chef bei der privaten Altersvorsorge unterstützen. Gerade in den letzten Wochen war es wieder in den Medien zu hören, dass Arbeitnehmer mit einem geringen Gehalt im Rentenalter aufpassen müssen, nicht unter die Armutsgrenze zu rutschen. Das hat ihn auf die Idee gebracht, uns dabei zu unterstützen. Arbeitsvertraglich sind wir nicht dem MFA-Tarif angeschlossen. Können Sie uns sagen, was unser Chef uns anbieten kann, um uns bei dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge zu unterstützen – und das wenn möglich, ohne dass Steuer- und Sozialabgaben anfallen? Können Sie uns weiterhelfen?“

Meine Antwort: Ich habe für Sie 2 Vorschläge, die Sie mit Ihrem Chef durchsprechen können.

1. Vorschlag (steuer- und sozialabgabenfrei): Die nächste Gehaltserhöhung wird umgewandelt (Entgeltumwandlung) Sie erhalten alle eine Gehaltserhöhung von z. B. 50 €. Dieser Betrag wird direkt von Ihrem Chef in einen Altersvorsorgevertrag eingezahlt. Diese 50 € erhalten Sie und Ihre Kolleginnen steuerund sozialabgabenfrei. Das heißt, Sie sparen je nach Steuerklasse 15–25 € Sozial- und Steuerabgaben. Also kostet Sie die Altersvorsorge nur 25–35 €, angespart werden aber 50 €.

2. Vorschlag (nicht steuer- und sozialabgabenfrei): Sie übernehmen die Vorgaben des Manteltarifvertrages der MFA zzAlle Mitarbeiter in Ihrer Praxis, die mindestens 18 Wochenstunden arbeiten, erhalten laut Tarif monatlich 66 € für die Altersvorsorge, wenn kein VWL gezahlt wird.

 

  • Sind Sie weniger als 18 Stunden pro Woche beschäftigt, zahlt Ihr Chef 38 € pro Monat, wenn kein VWL gezahlt wird.

 

Weitere Hilfestellungen für Ihren Berufsalltag finden Sie in Ihrem  Fachinformationsdienst „MFA konkret.

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