So berechnen Sie ein nachträglich ausgestelltes Rezept für die "Pille danach"

Praxistipps für Arztpraxen und Kliniken, EBM Abrechnung 13.08.2016

Abrechnung für nachträgliches Rezept der "Pille danach"

Seit es die "Pille danach“ rezeptfrei in der Apotheke gibt, kommt es immer wieder vor, dass Patientinnen im Nachhinein telefonisch ein Rezept dafür bei Ihnen bestellen. Hier geht es um die Patientinnen bis zum 20. Lebensjahr. Sie wollen das Kassenrezept, damit sie die Kosten nicht selbst tragen müssen. Oft können Sie nicht mal mit den Patientinnen selbst sprechen. Hier stellt sich nun die Frage der richtigen Abrechnung - dürfen Sie trotzdem die Ziffer 01821 oder 01822 abrechnen?

Voraussetzung: Persönliche Beratung

Die EBM-Ziffern 01821 und 01822 können Sie nur abrechnen, wenn Sie selbst eine Beratung bei der Patientin durchgeführt haben und sie für den Krankheitsfall noch nicht ausgeschlossen ist. Die EBM-Ziffer 01820 dürfen Sie hingegen abrechnen. Gerade bei den jungen Patientinnen wäre es natürlich sicherlich auch in Ihrem Sinne, die Patientinnen über die Risiken und Nebenwir-kungen der „Pille danach“ aufzuklären.

Empfehlung

Wenn es möglich ist, sollten Sie Ihre Mitarbeiter anhalten, mit diesen Patientinnen einen Termin zu vereinbaren, und nur bei diesem Termin das Rezept ausstellen.

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