Unterschreitung des 1,0-fachen Satzes bei der Stoßwellentherapie

Praxistipps für Arztpraxen und Kliniken, IGeL 01.09.2017

So berechnen Sie Ihr Honorar für Stoßwellentherapie

Praxisfall: Als Sportmediziner möchte ein Kollege bald Stoßwellentherapien als IGeL-Leistung anbieten. Er hat gelesen, dass dafür die GOÄ-Ziffer 1800 analog angesetzt werden darf. Der 1,0-fache Satz beträgt aber schon 86,27 €. Er würde die Therapien gerne günstig anbieten und hat bei den IGeL-Leistungen an ein Honorar von 50 bis 60 € pro Sitzung gedacht. Er fragt sich dementsprechend, ob er den 1,0-fachen Satz unterschreiten darf.

Achtung - keine Unterschreitung erlaubt

Würde Ihr Kollege sein Vorhaben in die Tat umsetzen, könnte ihm das Unterschreiten des Faktors 1,0 als unlauterer Wettbewerb ausgelegt werden. Alternativ kann er aber bei der Behandlung von Schulter-, Knie- und Hüftgelenk die GOÄ-Ziffer 2182 (1,0-fach – 2,3-fach 22,09 – 50,81 €) ansetzen. Zusätzlich ist dann noch die Ziffer 523 (1,0-fach – 2,3-fach 3,79 – 6,82 €) möglich.

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