Arzt auf falsche Diagnose hinweisen

Praxistipps für Therapeuten, Praxismanagement 06.09.2018

Arzt auf falsche Diagnose hinweisen

Ihre Frage: Eine meiner Patientinnen hat mir eine Verordnung vorgelegt, bei der eine meines Erachtens nach falsche Diagnose eingetragen ist. Soll ich den Arzt darauf hinweisen oder handle ich mir dadurch nur Scherereien ein?

Antwort: Diese Situation erfordert einiges an Fingerspitzengefühl. Ärzte mögen es erfahrungsgemäß gar nicht, wenn ihre Diagnosen in Zweifel gezogen werden. Haben Sie einen guten Draht zu diesem Arzt?

Dann können Sie telefonisch nachfragen, ob es sich bei Ihren Beobachtungen um mögliche Symptome bei einer Diagnose XY handelt, oder ob diese Symptome hier zusätzlich auftreten. Damit hat der Arzt immer noch ein Hintertürchen offen und fühlt sich nicht an die Wand gedrängt.

Fragen Sie den Arzt nach besonderen Wünschen zur Behandlung dieser Patientin. Vielleicht klärt sich so der Irr-tum auf. Ansonsten fragen Sie den verordnenden Arzt, ob Sie bei der Patientin neben der Diagnose XY noch andere, nicht auf der Verordnung eingetragenen Neben-Diagnosen in Ihrer Behandlung beachten müssen.

So muss der Arzt wenigstens noch mal in die Patientenakte schauen und der Fehler könnte ihm so auffallen.

 

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