Behandlungszeit abrechnen, wenn der Patient nicht durchhält

Praxistipps für Therapeuten, Praxismanagement 27.04.2018

Behandlungszeit abrechnen, wenn der Patient nicht durchhält

Frage: Ich habe einen Patienten, der ist manchmal nach zehn Minuten Behandlung schon fix und fertig. Das passiert besonders häufig, wenn er durch einen leichten Infekt angeschlagen ist. Dann kann ich die Mindestbehandlungszeit gar nicht erfüllen. Darf ich die volle Zeit trotzdem abrechnen?,

Antwort: Sie dürfen in Ausnahmefällen die Regelbehandlungszeit verkürzen, wenn medizinische Gründe dies erfordern. Das müssen Sie jedoch belegen. Achten Sie hierbei also unbedingt auf eine korrekte Dokumentation! Sonst riskieren Sie Kürzungen oder gar empfindliche Vertragsstrafen. Dokumentieren Sie z. B. so:

„Der Patient konnte aufgrund eines akut verschlechterten Gesundheitszustandes nicht über die gesamte Therapiedauer belastet werden.“

Tipp: Sie müssen die Behandlungszeit aber oft gar nicht verkürzen. Nutzen Sie die verbleibende Zeit für die Anleitung von Angehörigen oder für die Erklärung von Übungen, die der Patient zu Hause durchzuführen hat, wenn es ihm wieder besser geht. Auch das gehört zur Therapie. Dokumentieren Sie alle diese Tätigkeiten sehr penibel.

 

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