Fortbildungen mit privatem Urlaub steuergünstig verbinden

Praxistipps für Therapeuten, Steuern & Recht 05.07.2018

Fortbildungen mit privatem Urlaub steuergünstig verbinden

 

Ihre Frage: Ich habe eine einwöchige Fortbildung in einem Kurort gebucht. Dort möchte ich anschließend (allein) meinen einwöchigen Urlaub verbringen. So spare ich Zeit und Fahrtkosten. Wie kann ich das steuerlich absetzen?

Meine Antwort: Da der berufliche Anteil Ihrer Reise 50 % ausmacht, teilen Sie die Reisekosten in einen privaten Teil (50 %) und einen beruflichen Teil (50 %) auf. Erst bei einem beruflichen Anteil von mehr als 90 % sind die Kosten voll
absetzbar. Am besten planen Sie die Aufteilung zusammen mit Ihrem Steuerberater schon vorab. So können Sie den Reiseablauf steuerlich optimiert gestalten.

Tipp: Wenn Sie nachweisen, dass Sie an den Tagen nach der Fortbildung am Urlaubsort noch geschäftlich aktiv sind, können Sie ggf. auch mehr Tage absetzen. Solche Aktivitäten wären etwa dienstliche Kontakte wie z. B. Hospitationen oder ein Gespräch unter Kollegen zum fachlichen Austausch vor Ort. Sammeln Sie alle Belege wie z. B. Hotel- und Restaurant rechnungen! Lassen Sie sich dienstliche Gespräche oder die Teilnahme an Veranstaltungen bescheinigen. Greifen aber bei einer Reise berufliche und private Veranlassungsbeiträge so ineinander, dass eine Trennung nicht möglich ist, sind die gesamten Reisekosten nicht abzugsfähig.

 

Weiterer Tipps und Informationen zu Ihrem Berufsalltag finden Sie in unserem Fachinformationsdienst Der Praxiscoach - Ihre Arbeitserleichterung für den Praxisalltag.

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