Mitarbeiter in Pflegezeit

Praxistipps für Therapeuten, Personal 31.08.2017

Mitarbeiter in Pflegezeit - Das müssen Sie beachten

Wenn Sie in Ihrer Praxis Mitarbeiter beschäftigen, so müssen Sie durchaus damit rechnen, dass eine/r von ihnen unter Umständen eine Pflegezeit nehmen möchte, z.B. um die kranke Mutter zu pflegen. Nachfolgend erfahren Sie, wie die Pflegezeit eigentlich geregelt ist und was Sie dabei beachten müssen.

Grundsätzliches zur Pflegezeit

Ein Mitarbeiter hat das Recht, kurzfristig bis zu zehn Arbeitstage am Stück der Arbeit fernzubleiben, wenn dies erforderlich ist, um pflegebedürftige nahe Angehörige in einer akut aufgetretenen Pflegesituation zupflegen. Für diese Zeit besteht aber kein Anspruch auf Lohnfortzahlung nach dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG).

Es können aber u. U. andere gesetzliche Vorschriften(§ 616 BGB) infrage kommen oder Sie haben vertraglichetwas anderes vereinbart. Ihr Mitarbeiter kann aber Pflegeunterstützungsgeld bei der Pflegekasse beantragen. Er/Sie muss Sie unverzüglich über die Arbeitsverhinderung informieren.

Diese Regelungen gelten für Sie als Arbeitgeber:

Als Arbeitgeber können Sie eine ärztliche Bescheinigung über die Pflegebedürftigkeit verlangen. Eine längere Pflegezeit für bis zu sechs Monate müssen nur Betriebe mit mehr als 15 Mitarbeitern gewähren. Liegen Sie darunter, ist es Ihnen vorbehalten, ob Sie einer solchen unbezahlten Freistellung zustimmen wollen.

Diese Vorschriften gelten für Ihre Mitarbeiterin:

Ihr/e Mitarbeiter/in muss Sie über die längere Pflegezeit spätestens zehn Arbeitstage vor Beginn der Pflegezeit schriftlich informieren. Er/Sie muss Zeitraum und Dauer angeben, sowie die Pflegebedürftigkeit durch eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung nachweisen.

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