Regelung über Videofilmen auf Websites

Praxistipps für Therapeuten, Praxismarketing 05.06.2018

Regelung über Videofilmen auf Websites

Frage: Ich bekam ein Angebot von einer Werbeagentur. Die Firma dreht einen Videofilm von meiner Praxis und stellt diesen vier Wochen lang als Vorspann im Kino vor. Ich darf diesen Videofilm auf meiner Homepage verwenden. Der Preis
von 800 € kam mir sehr günstig vor. Das Angebot möchte ich gerne annehmen. Ich möchte nun wissen, was in dem Videofilm überhaupt vorkommen darf?

Antwort: Auf jeden Fall dürfen Sie einen Videofilm auf Ihre Website stellen. Das Heilmittelwerbegesetz ist 2012 gelockert worden und deshalb dürfen Sie nun wesentlich mehr Aussagen treffen. Beispielsweise können Sie mit einer Krankengeschichte werben. Allerdings nur, wenn das in keiner abstoßenden oder irreführenden Weise erfolgt. Die Krankengeschichte darf auch nicht so ausführlich beschrieben oder dargestellt sein, dass jemand zu einer falschen Selbstdiagnose verleitet wird. Keinesfalls dürfen Sie Heilversprechen abgeben. Sie dürfen allerdings Ihre Therapiemethoden vorstellen, auch vorführen.

Was Sie nicht zeigen dürfen

Ihre Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht optisch manipuliert sein. Wenn Sie Patienten im Videofilm zeigen, lassen Sie sich unbedingt vorher eine Einwilligungsklausel unterschreiben. Vermeiden Sie auf jeden Fall Aussagen, die Angstgefühle hervorrufen könnten. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie sagen, dass die Nichtverwendung eines Naturheilmittels zur Gesundheitsbeeinträchtigung führen würde.

 

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