Rezepte auf Patientenwunsch

Praxistipps für Therapeuten, Praxismanagement 14.02.2018

Rezepte auf Patientenwunsch - Wichtiges im Überblick

Ihre Frage: Meine neue Patientin kam das zweite Mal in meine Praxis. Ich behandle sie mit manueller Therapie. Nun bat sie mich, ihr ein Rezept über ein homöopathisches Naturheilmittel (Mucokehl) auszustellen, das mit meiner Therapie überhaupt nichts zu tun hat. Die gängige Größe dieses Medikaments sind 20 Kapseln. Sie möchte aber 200 Stück aufgeschrieben haben. Meine Patientin ist gleichzeitig noch bei einem anderen Therapeuten in Behandlung und der hatte ihr das wohl schon einmal so rezeptiert. Ich bin mir nicht sicher, wie ich mich korrekt verhalte.


Meine Antwort: Selbstverständlich können Sie Ihrer Patientin ein Privatrezept über 200 Kapseln dieses Medikaments ausstellen. Das betroffene Mittel gibt es in Apotheken zu einem Bündelpreis für zehnmal 20 Stück. In dieser Schreibweise stellen Sie das Rezept auch aus. Allerdings stellt sich dabei eine zusätzliche Frage für Sie. Möchten Sie Ihrer Patientin ein Mittel aufschreiben, das Sie gar nicht verordnet haben? Kommt es nämlich bei Ihrer Patienten zu Nebenwirkungen, dann stehen Sie in der Pflicht. Sie haben ihr die Kapseln verordnet. Ich rate Ihnen dringend, sich nochmals mit Ihrer Patientin zu besprechen. Das Rezept sollte der Therapeut aufschreiben, der die dazu passende Krankheit behandelt. Vielleicht hat es auch einen Grund, dass dieser Therapeut es nicht mehr verschreibt. Hinterfragen Sie das auf jeden Fall.

Mit Heilpraktiker aktuell sind Sie stets über Erfolgstipps für Ihren Arbeitsalltag bestens informiert.

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