Rückwirkend Bildungsurlaub beantragen

Praxistipps für Therapeuten, Personal 25.06.2018

Rückwirkend Bildungsurlaub beantragen bei Mitarbeitern

 

Ihre Frage: Mein Mitarbeiter hat in seinem Erholungsurlaub die Gelegenheit genutzt, an einer Fortbildung teilzunehmen, da jemand abgesprungen war und er den Platz angeboten bekam. Er hatte dies mit mir aber nicht abgesprochen. Ich halte diese Fortbildung sowieso für sein Privatvergnügen, weil die dort erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse in meiner Praxis nicht gefordert sind. Nach seinem Urlaub wollte er plötzlich rückwirkend Bildungsurlaub für diese Fortbildung haben. Muss ich ihn genehmigen?


Meine Antwort: Oft wird Bildungsurlaub mit freiwilligen Freistellungstagen für Fortbildungen verwechselt. Bildungsurlaub gibt es generell nur für anerkannte Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen beruflicher oder politischer Weiterbildung. Es gilt das Gesetz des jeweiligen Bundeslandes – in der Regel gibt es 5 Arbeitstage pro Jahr. Der Bildungsurlaub kann aber nicht rückwirkend gewährt werden! Schon deshalb hat Ihr Mitarbeiter keinen Anspruch. Da er die Fortbildung nicht mit Ihnen abgesprochenhat, kann er auch nicht auf freiwillige
Fortbildungstage pochen, zumal die Fortbildung für Sie als Arbeitgeber nicht nutzbar ist. Das gilt auch, wenn Sie im Arbeitsvertrag eine freiwillige Beteiligung an Fortbildungskosten vereinbart haben.

 

Weitere Tipps und Anregungen zu Ihrem Berufsalltag finden Sie in unserem Fachinformationsdienst Der Praxiscoach.

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