Übernahme von Patienten bei laufender Behandlung

Praxistipps für Therapeuten, Steuern & Recht 30.11.2017

Übernahme von Patienten bei laufender Behandlung - Das sollten Sie beachten

 

Frau Z. aus Trier: Letzte Woche hat mich ein Patient angerufen, der bei einem Kollegen in Behandlung war und diese Behandlung nach 10 Sitzungen abgebrochen hat, weil er sich von dem Kollegen nicht richtig verstanden fühlt. Er möchte gerne die Behandlung bei mir fortsetzen. Geht das und was muss ich beachten?

Antwort: Grundsätzlich kann ein Patient die psychotherapeutische Behandlung jederzeit beenden und sich auch eine neue Therapeutin suchen. Ebenso können Sie jederzeit mit einem Patienten eine neue Therapie beginnen und diese auch bei der Krankenkasse beantragen. Es gibt bisher keine Frist, die nach Beendigung einer Behandlung einzuhalten ist, bevor eine neue Behandlung begonnen wird. Im speziellen Fall ist wahrscheinlich noch ein Restkontingent von bereits bewilligten Therapiestunden übrig. In vielen Fällen übertragen die Krankenkassen dieses Restkontingent bei einem Therapeutenwechsel auch problemlos auf die neue Therapeutin. Hierzu empfehle ich Ihnen, sich zunächst vom bisherigen Therapeuten eine Kopie des Bewilligungsbescheides der Krankenkasse schicken zu lassen. Im Anschluss wenden Sie sich dann an die Krankenkasse des Patienten und bitten um Übertragung der verbliebenen Therapiestunden auf sich.

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