Unterscheidung zwischen Blankoverordnung und Direktzugang

Praxistipps für Therapeuten, Praxismanagement 20.08.2018

Unterscheidung zwischen Blankoverordnung und Direktzugang


Ihre Frage: In letzter Zeit wird in den Therapeutenfo-ren oft über Blankoverordnungen und Direktzugang diskutiert. Die Teilnehmer werfen diese Begriffe da-bei manchmal in einen Topf. Das ist meines Erachtens nicht richtig. Doch was ist der Unterschied zwischen Blankoverordnung und Direktzugang?

Antwort: Oft wird der Begriff „Blankoverordnung“ missverstanden. Es handelt sich nämlich nicht um ein Blanko-formular, das dem Therapeuten erlaubt zu machen, was er will. Zurzeit läuft ein Modellversuch mit der Blankover-ordnung. Der Arzt stellt hierbei die Heilmittelverordnung aus und gibt die Diagnose an. Dann legt der Therapeut aufgrund der eigenen Befunderhebung die Art des Heilmittels (z. B. Ergotherapie sensomotorisch perceptiv), die Anzahl der benötigten Behandlungen und die Therapie-frequenz selbst fest. Der Arzt trägt allerdings die Verant-wortung und hat die Oberaufsicht über die Therapie.Der Begriff „Direktzugang“ beschreibt ein Verfahren, bei dem der Patient ohne ärztliche Verordnung direkt zum Therapeuten geht, um sich behandeln zu lassen. Das ist bisher nur über den sektoralen HP möglich. Der Direkt-zugang sieht allerdings vor, dass die gesetzlichen Kassen trotzdem die Behandlungskosten übernehmen. Über den sektoralen HP ist das bislang nicht der Fall. Der Direkt-zugang wird zwar immer wieder gefordert, ist aber bisher noch nicht umgesetzt worden.

 

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