Urlaubsanspruch bei Langzeiterkrankung

Praxistipps für Therapeuten, Personal 16.11.2017

Urlaubsanspruch bei Langzeiterkrankung – das sollten Sie darüber wissen

Praxisfall: Der Mitarbeiter eines Kollegen ist schon länger aufgrund eines Bandscheibenvorfalls erkrankt. Er hat aber noch Resturlaub aus dem letzten Jahr, den er aufgrund seiner Krankheit nicht nehmen konnte. Verfällt der Resturlaub aus dem letzten Jahr nach Ende März des Folgejahres oder bleibt er bestehen?

So sieht die rechtliche Lage aus

Bei Langzeiterkrankungen verfällt der Urlaubsanspruch aus dem Vorjahr nicht automatisch nach dem 31.03. des Folgejahres. Kann Ihr Mitarbeiter seinen Urlaub auch im Übertragungszeitraum wegen einer Langzeiterkrankung über den 31.03. hinaus nicht nehmen, verfällt der Anspruch auf den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Tagen erst nach 15 Monaten, d. h. mit Ablauf des 31.03 des übernächsten Jahres. Das hat das Bundesarbeitsgericht in einem ähnlichen Fall entschieden (BAG, Urteil vom 07.08.2012, 9 AZR 353/10).

 

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