Zusätzliche Leistungen zu einer bestehenden Verordnung

Selbstzahlerleistungen 03.09.2013

Kostenpflichtige Leistungserweiterungen - geht das?

Wenn Ihr (gesetzlich versicherter) Patient mit einer Verordnung noch zusätzlich als Selbstzahler behandelt werden möchte, ist das gleichzeitig zum Rezept grundsätzlich nicht möglich.

Liegt eine ärztliche Verordnung zu einer Diagnose vor, dürfen Sie dem Patienten keine kostenpflichtigen Leistungserweiterungen vorschlagen oder verkaufen. Das ist in den Kassenverträgen (insbesondere dem der BEK) ausdrücklich verboten. Es darf nur exakt das behandelt werden, was auch verordnet wurde. Außerdem greift hier das Heilpraktikergesetz: Sie dürfen nach abgeschlossener Behandlung der Physiotherapie aufgrund einer Erkrankung keine Behandlungsleistungen ohne ärztliche Verordnung (z. B. grünes Rezept) durchführen, wenn Sie keine sektorale Heilerlaubnis vorweisen können.

Haben Sie diese, sollten Sie die Behandlung dennoch sicherheitshalber erst im Anschluss an die ärztlich verordnete Leistung mit zeitlichem Abstand anschließen. Denn: Geht ein Patient mit seiner Rechnung zur Kasse und beantragt einen Kostenzuschuss, geraten Sie schnell in den Verdacht der unberechtigten Leistungserweiterung. Und das kann Sie saftige Vertragsstrafen oder sogar die Zulassung kosten. Problemlos sind Leistungen, wenn Sie sie in Ihrem separaten Gewerbe anbieten.

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