Paste zur Zahlfleischretraktion als Material zur BEMA-Nr.12 berechnen

Praxistipps für Zahnarztpraxen, BEMA Abrechnung 13.11.2017

Zusätzliche Berechnung einer Paste als Material – Das sollten Sie wissen

Praxisfall: Im Rahmen der Präparation benutzt ein Kollege eine zähe Paste, die er in den Sulcus appliziert, woraufhin der sich dann öffnet. Somit stellt sich Ihrem Kollegen die Präparationsgrenze besser dar. Die Materialkosten sind hierfür jedoch mit 13 € sehr hoch. Ihr Kollege fragt sich nun, ob er diese dem Patienten in Rechnung stellen darf.

 

Hierauf sollten Sie achten

Sie dürfen Ihrem Patienten die Materialkosten für diese Paste nicht in Rechnung stellen. Denn grundsätzlich sind diese Maßnahmen mit der BEMA-Nr. 12 (bMF) abgegolten. Allerdings können Sie bestimmte Maßnahmen (die § 12 SGB V überschreiten) mit Ihrem Patienten privat vorab vereinbaren. Das betrifft dann die GOZ-Nr. 2030. Allerdings sind auch hier die Materialkosten grundlegend damit abgegolten. Es sei denn, die Materialkosten zehren einen großen Teil Ihres zahnärztlichen Honorars auf. Was hier der Fall ist. Dann dürfen Sie die Materialkosten zusätzlich berechnen. Schreiben Sie dann zusätzlich als Begründung hinzu: „Unzumutbarkeitsgrenze BGH-Urteil“.

 

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