Langzeitprovisorium berechnen

Praxistipps für Zahnarztpraxen, GOZ Abrechnung 01.10.2018

Langzeitprovisorium berechnen

Ihre Frage: Einem Patienten muss ich die Zähne 31 und 41 ex-trahieren. Die Lücke soll mit einer Brücke 43/42 bis 32/33 versorgt werden. Natürlich will er vor der definitiven Versorgung nicht mit Lücke herumlaufen, aber auch keinen Interimsersatz tragen, sondern gleich ein „festsitzendes Provisorium“ haben. Ich plane ein Langzeitprovisorium mit einer 3-monatigen Tragedauer. Dafür müsste ich ja bereits den definitiven Ersatz beantragen, da ich schon die Pfeilerzähne beschleifen muss. Das Langzeitprovi ist dann ja eine reine Privatleistung, also nicht über Mehrkosten beim HKP abrechenbar. Wie berechne ich das und was mache ich, wenn der Patient, aus welchem Grund auch immer, dann nicht zur definitiven Versorgung erscheint? Die Präparation ist ja bereits erfolgt und somit die „Hauptarbeit“ erbracht?

Antwort: Ihre Vermutung ist richtig. Sie berechnen das Provisorium nach GOZ Nrn. 7080/7090 zzgl. Material- und Laborkosten über eine Privatrechnung. Einen Zuschuss gibt es nicht, da ja die Endversorgung feststeht und der Patient sich für ein festsitzendes Provisorium entscheidet. Ich habe allerdings auch schon gehört, dass die Kasse den FZ 5.1 trotzdem erteilt hat. Fragen Sie einfach mal bei der Kasse nach. Ansonsten empfehle ich Ihnen, den HKP für die definitive Versorgung gleich mit fertigzustellen und zwecks Genehmigung an die Kasse zu schicken. Händigen Sie diesen Kostenvoranschlag mit dem errechneten Eigenanteil auch gleich Ihrem Patienten aus. Sollte der Patient sich die Brücke nicht fertig machen lassen, können Sie dann die Leistungen über die Teilabrechnung durchführen. Klären Sie Ihren Patienten auch darüber mit auf.

 

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